Geschichte Bambergs

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10. Jahrhundert

Mit dem Niedergang des Fränkischen-Großreiches wuchs die Macht der Regionalherrscher.

Die erste Kirche auf dem Domberg wurde um 850 erbaut.

Im Jahr 888 wurden die drei Babenberger Brüder Adalbert, Adalhard und Heinrich urkundlich als Adlige im Volkdeld (Ostfranken) genannt, eine ihrer Burgen befand sich auf dem heutigen Domberg.

902 wurde das castrum Babenberh erstmals, in der zeitgenössischen Chronik des Regino von Prüm im Zusammenhang mit der Babenberger Fehde, erwähnt.

Die Babenberger Fehde begann um das Jahr 897. Die Konradiner Brüder Eberhart, Gebehard und Rudolf, welcher Bischof von Würzburg war, versuchten ihre Macht nach Osten auszudehnen wogegen sich die Babenberger nach Kräften zur Wehr setzten.
Der Streit eskalierte 902, als König Ludwig das Kind den Babenbergern einige ihrer Besitzungen entzog und sie an Bischof Rudolf übergab. Diesen Machtverlust wollten die Babenberger nicht kampflos hinnehmen was zu mehreren Auseinandersetzungen führte. Der Konradiner Eberhard wurde bei einer Schlacht schwer verwundet und erlag wenig später seinen Verletzungen. Der Babenberger Heinrich fiel, sein Bruder Adalhart wurde gefangen genommen und enthauptet, nur Adalbert konnte entkommen. Er führte den Kampf fort und konnte, mit Hilfe seines Waffenbruders Grafen Egion , Rudolf aus Würzburg und die Witwe Eberharts und deren Kinder von ihren Besitzungen vertreiben.
Drei Jahre später unternahm Adalbert erneut einen erfolgreichen Feldzug gegen die Konradiner. Doch dann wendete sich das Blatt, nachdem König Ludwig die Babenburg belagerte und Adalbert gefangen nahm. Er wurde am 9. September 906 in Obertheres bei Haßfurt enthauptet und sein Besitz aufgeteilt.
Die Babenburg fielen an die Krone, die Schweinfurter Ländereien blieben Adalberts Sohn Heinrich erhalten. So endete die Babenberger Fehde und die Babenburg taucht in die folgenden Jahre nicht mehr in den Analen auf, doch kann man davon ausgehen, dass sich Siedlung und Burg weiter entwickelten.

911 wurde Konrad I. in Forchheim zum König gekrönt, er war der letzte Karolinger auf dem Thron. Ihm folgte 919 Heinrich I. von Sachsen auf den Thron. 936 übernahm Otto I. das Amt des Deutschen Königs von seinem Vater Heinrich. 962 wurde er zum Kaiser gekrönt. Ihm gelang es erstmals die deutschen Stammherzogtümer unter seiner Vorherrschaft zu vereinen. Die Salzburger Annalen gebrauchten zum ersten Mal den Begriff "regnum Teutonicorum".

In den Jahren 964 bis 966 diente die Babenburg als Gefängnis für den italienischen König Berengar II. und seiner Gattin Willmar. Berengar II. hatte sich dem Willen Kaiser Ottos I. widersetzt.

966 starbt König Berengar II. in Bamberg seinem Bamberger Exil.

Nach dem Tod Otto I. 973 übernahm sein Sohn Otto II. die Regentschaft.

Im gleichen Jahr macht Kaiser Otto II. seinem Vetter, dem Bayern Herzog Heinrich der Zänker Babenberg (civitas papinberc) zum Geschenk, dies war die erste urkundliche Erwähnung der Stadt Bamberg.
Doch ein Jahr später verlor Heinrich das Herzogtum Bayern, nachdem er einen Aufstand gegen Otto II. angezettelt hatte. Babenberg ging wieder in den Besitz des König zurück.

Im Juli 976 sucht Otto II. Bamberg auf.

985 Otto III. übernahm die Regierung des Reiches von seinem Vater und Heinrich der Zänker wurde wieder Herzogtum von Bayern, er hatte auf Thronansprüche verzichtet.

995 starb Heinrich der Zänker und sein Sohn Heinrich II., der eigentlich für ein geistliches Amt vorgesehen war, wird Herzog von Bayern.
Schon während seiner Jugend hielt sich Heinrich II. des öfteren in Babenberg auf und wählt die Stadt an der Regnitz zu seinem Lieblingsort.